Freitag, 23. Mai 2008

Ablenkungs-Strategien bei der Spritzenphobie?

Jeder hat bestimmt seine eigenen Erfahrungen, wie man durch verschiedene Tricks die Angst vor der Spritze wenigstens abmildern kann.
Ich informiere immer vorher den Allgemeinmediziner, Internisten, Zahnarzt, Arzthelferin, oder die Krankenschwester /-pfleger über meine (extreme) Spritzenphobie. Diese Information wird in der Regel auch immer auf meiner jeweiligen Patienten-Karteikarte vermerkt.

Dann wird von mir darauf hingewiesen, dass ich mich auf einer Liege hinlegen muss und nach Möglichkeit frische Luft im Behandlungsraum vorhanden sein soll. Auch über meine "Körpersprache" wie z.B. mit den Beinen strampeln, verkrampfen und sogar das ich manchmal mit schmutzigen Wörtern fluche ;-), informiere ich die entsprechenden Personen.
Das man sich bspw. vor einer Blutentnahme die Spritze oder Nadel nicht zeigen lassen sollte, gehört ja zum 1x1.

Leider funktionieren bei mir nicht mehr die üblichen "Ablenkungsgespräche" durch das Fachpersonal wie z.B. : "Wohin fahren Sie gerne in Urlaub?" oder "Was haben Sie für Hobbys?".

Kreativer war ein Arzt:
Vor einer Impfung hatte der Arzt - für mich nicht vorhersehbar (!) - zuerst mehrfach mit der Faust auf die Injektionsstelle geschlagen und dann die Spritze gesetzt.

Dieser Überraschungseffekt hatte hervorragend funktioniert!


Manchmal kann es auch ganz hilfreich sein, z.B. wenn ein aktuelles Blutbild benötigt wird, dass die Blutabnahme sofort erfolgt, auch wenn der Abholtermin für das Labor schon verstrichen ist.
In einigen Fällen kann die fachgerecht aufbewahrte Probe auch noch am nächsten Tag genutzt werden.
Das erspart einem die unruhige Zeit vor einem neuen Termin. Also einfach den Arzt fragen!


Die Grafik zeigt die "Angstkurve" zu den unterschiedlichen Zeiten einer Zahnbehandlung von unterschiedlichen Patienten und deren Fähigkeit/Unfähigkeit zur Angsthemmung.






Welche Strategien zur Angstbewältung gibt es noch?
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1 Kommentar:

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