Eine weitere Hilfsmaßnahme um die Angst vor Spritzen abzumildern, wäre der Einsatz einer Salbe zur lokalen Schmerzausschaltung (Lokal-Anästhetikum).
Zur Zeit kenne ich persönlich nur eine Salbe - wird auch als Pflaster angeboten - mit dem Markennamen Emla®.
Anmerkung: Wer noch andere Salben von anderen Herstellern kennt, sollte diese - der Ausgewogenheit wegen - mitteilen.
Die Salbe enthält u.a. die Wirkstoffe Lidocain und Prilocain. Diese Salbe habe ich vor einigen Monaten während meiner 4-monatigen Behandlung (sehr schwere Pankreatitis, Bauchspeicheldrüsen-Entzündung) in der Uni-Klinik Köln ausprobieren können.
Die Salbe soll mindestens 1 Stunde vor einer Blutabnahme, Verlegung eines Katheters oder ähnlichen "Foltermethoden", großflächig und in ausreichender Menge auf die Haut aufgetragen werden. Zusätzlich soll ein beigelegtes Pflaster auf die mit der Salbe vorbehandelte Hautstelle geklebt werden.
Mein persönliches Fazit:
Die Panik vor dem stechen konnte mit der Salbe nicht aufgehoben werden.
Allerdings habe ich im nachhinein feststellen können, das der örtliche Schmerz doch zum Teil erheblich reduziert wurde. Diese Erfahrung kann(!) für eine erneute "Nadel-Behandlung" schon eine vorbeugende und positive (mentale) Auswirkung haben.
Bevor man sich die Salbe besorgt, gilt es auch hier wieder, sich vorher mit seinem Arzt abzusprechen. Unverträglichkeiten der verwendeten Substanzen,reduzierte Wirksamkeit von Impfungen, Hautentzündungen wie z.B. die "atopische Dermatitis" und sonstige mögliche und unbekannte Problemfälle müssen vor dem Einsatz einer solchen Salbe abgeklärt werden!