Heute kam ein Kommentaranfrage zu einem älteren Kommentar von @Fleuri.
Der Fragesteller würde gerne eine Liste der Narkoseärzte/Anästhesisten haben die von @Fleuri in diesem Kommentar erwähnt wurden:
"...aber ich kann Dir drei Anästhesisten empfehlen die Blutuntersuchungen usw. unter Gasnarkose durchführen. Zwei in BW und eine in NRW..."
Vielleich meldet sich Fleuri ja noch einmal.
Wer hat Angst vor Spritzen? Wer leidet an einer Spritzen-Phobie? Ich bin auf der Suche nach Lösungsmöglichkeiten und freue mich über eine Teilnahme an diesem Blog. Hilfe zur Selbsthilfe: Einigkeit macht bekanntlich stark!
Dienstag, 29. Juni 2010
Kommentar-Anfrage an @Fleuri: Liste mit Anästhesisten (Gasnarkose)
Abgelegt unter Kategorie:
Nadellose Hilfsmittel
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Hallo!
AntwortenLöschenIch hätte auch gern die Adressen der zwei Ärzte in BW, die Blutuntersuchungen etc. unter Gasnarkose anbieten. Damit wäre mir echt geholfen, denn ich weiß wirklich nicht mehr weiter und brauche dringend Hilfe.
Außerdem wollte ich auch noch wissen, ob man wirklich aufs Kinderkriegen verzichten muss, wenn man sich kein Blut abnehmen lassen kann.
Danke schonmal im Vorraus für die Antwort!
Herzliche Grüße
HANA
Teil 1:
AntwortenLöschenHallo Ihr Lieben,
erst mal sorry, dass ich auf die Anfrage nicht reagiert habe.. habe leider zu selten vorbei geschaut. Also die erste Adresse, die ich Euch in BW empfehlen kann ist die Steinlach Klinik in Mössingen. Ich hatte das bereits in meinen älteren Posts geschrieben: die Kasse bezahlt gar nichts, d.h. wir müssen das alle leider aus der eigenen Tasche bezahlen. Ist aber nicht wahnsinnig teuer! In der Steinlach Klinik gibt es die ersten zwei Anästhesisten von denen ich gesprochen habe - und beide haben Verständnis für Phobie-Patienten. Der dritte Anästhesist praktiziert leider altershalber nicht mehr. Allerdings gibt es mittlerweile immer mehr Ärzte die diese Form der Blutabnahme/Impfungen ermöglichen, zum Teil sollte man sich speziell bei Zahnärzten und deren Anästhesisten umhören. Da die Zahnarztangst sehr weit verbreitet ist, haben Zahnärzte oftmals mehr Verständnis für Phobien und arbeiten mit geschulten Anästhesisten zusammen, die ebenfalls größeres Verständnis aufbringen und die Möglichkeiten einer solchen Gasnarkose anbieten. Zusätzlich sind Privatkliniken bzw. Ärzte zu empfehlen die ambulant bei sich Operationen durchführen. Die haben meistens ebenfalls die Möglichkeit Blutabnahmen/Impfungen unter Gasnarkose durchzuführen. Einfach im Internet mal ein paar Ärzte raussuchen und anrufen!
Wichtig ist aber in erster Linie auch Eure persönliche Einstellung dem Arzt gegenüber. Seid nicht ängstlich oder unsicher sondern selbstbewusst! Und nicht unterkriegen lassen oder sich „erst einmal“ zu etwas anderes überreden lassen: „Probieren sie doch erst mal eine Therapie; wie wäre es denn mit Hypnose oder wenn wir die Einstichstelle vereisen? Wir können Ihnen auch einfach Valium geben? Ich bin auch ganz vorsichtig, ehrlich!“ Ein ganz klares: Nein, geht nicht. Gasnarkose ist die einzige Option. Das ist mein Problem, können Sie es lösen, ja oder nein? Und wenn der Arzt es nicht kann – zum nächsten. Dran bleiben! Nicht Euch muss es peinlich sein, sondern dem Arzt, wenn er nicht in der Lage ist seinem Patienten zu helfen. Der ganze Sedierungsquatsch funktioniert einfach nicht. Wie viel Valium und sonstige Sedierungsmittel mich schon „Nadel-willig“ machen sollten, kann ich schon gar nicht mehr zählen. Bei mir hat es auf jeden Fall gar nichts gebracht. Ich wurde für einen kurzen Augenblick ein bisschen müde und sobald etwas im weißen Kittel auch nur in meine Nähe kam war der Pulsschlag wieder auf Hochtouren;)
Noch zu der Frage der Dame vom Oktober 2010: Klar, kann man auch mit Spritzenphobie schwanger werden und vor allem ein gesundes Kind auf die Welt bringen! Allerdings sollte man einfach ein bisschen besser planen. Viele Untersuchungen können bereits vor der Schwangerschaft unter Gasnarkose vorgenommen werden (Blutuntersuchung zur Abklärung der Blutgruppe, der Immunität gegenüber Röteln usw.). Da ich Rhesus Negativ (Blutgruppe A negativ)bin, was bedeutet, dass ich mindestens 2 Blutuntersuchungen und 1 Impfung während der Schwangerschaft über mich ergehen lassen muss, galt meine Angst einer Schädigung des Fötus durch eine notwendige Narkose zur Durchführung der Untersuchungen.
AntwortenLöschenUnd jetzt kommt´s – haltet Euch fest!! Wir haben in unserem Freundeskreis einen Notarzt, dem ich vor einiger Zeit von dem Spritzenproblem erzählt habe. Er war wirklich sehr interessiert und ist mit mir auch alle Möglichkeiten für eine Schwangerschaft durchgegangen. Seit ca. einem Jahr ist ein Verfahren für Notärzte auf dem Markt, das es ermöglicht, ein Narkotikum intranasal zu verabreichen! Man ist allerdings nur ca. 5 Minuten narkotisiert, was jedoch ausreicht um Blut zu nehmen, Impfungen zu verabreichen oder auch eine PDA vor der Geburt zu legen (Alternativ auch eine Vollnarkose, wenn man sich für einen Kaiserschnitt entscheidet). Das Gute an diesem Verfahren ist, dass es durch das Verfahren selbst sowie durch das verabreichte Narkosemittel keine negativen Auswirkungen auf Atmung o.ä. des Fötus hat! Das Narkotikum wird mit Hochdruck in die Nase gesprüht – keine Nadel, gar nix! Es brennt anscheinend, aber das ist ja egal. Hauptsache keine Nadel ;) Das Ganze nennt sich MAD - mucosal atomization device. Schaut mal im Internet, hab schon einige Infos darüber gefunden.
So, auch wenn ich es das letzte Mal auch schon versprochen hatte – dieses Mal schau ich wirklich öfter rein!!
Alles Liebe,
Fleuri
Achso, zu NRW hatte ich jetzt noch was vergessen: Dr. Röller (Zahnarzt) in Dortmund hat ebenfalls eine Anästhesistin die Blutuntersuchungen in Gasnarkose durchführt. Leider kenne ich ihren Namen nicht. Vielleicht mal direkt anrufen und nachfragen? Ich hatte mich damals gegen sie entschieden, da sie nicht über ein Labor verfügt oder das ganze einschicken konnte, das heißt ich hätte erst einmal stundenlang mit dem Blut zu meinem Hausarzt fahren müssen ;)
AntwortenLöschenGrüße
Ich denke, viele Ängste und Phobien sind sehr gut heilbar. Oftmals sind schon kleine Maßnahmen sehr hilfreich, große Ängste und Phobien zu besiegen. Einen sehr guter Ratgeber soll das hier sein: http://www.ohne-angst-und-phobie.com Tortsen Gerlich hat nach über 40 Jahren (!) seine Ängste und Phobien besiegen können. Grundsätzlich sollte man alle Ängste nicht auf die leichte Schulter nehmen.
AntwortenLöschen@Heike: Natürlich sollte man eine Phobie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Aber man muss auch mal lernen "loszulassen". Wer sich Tag ein, Tag aus nur mit seinen Ängsten beschäftigt wird sie mit Sicherheit nicht so einfach los. Was ist denn in vielen Fällen der "Ur-Grund" für die Angst vor Nadeln? Es ist bei den meisten nicht die Angst vor dem Schmerz oder vor einem spitzen Gegenstand. Natürlich wissen wir alle, dass ein Piekser eben nur ein Piekser ist und mehr auch nicht. Jeder von uns der sich schon einmal gestoßen hat, mit Halsschmerzen zu kämpfen hatte o.ä., der weiß, dass diese Schmerzen um ein vielfaches schlimmer sind als der Stich einer Nadel. Aber darum geht es auch nicht.
AntwortenLöschenIn vielen Fällen liegt der Grund für die Angst vor Nadeln/Spritzen in fehlendem Vertrauen. Denn es ist ja nicht nur die Nadel an sich. Mal Hand aufs Herz: Wenn ein Arzt jetzt ankommt und Euch als Alternative zu der Spritze einen kleinen Schnitt mit dem Skalpell vorschlägt - wäre das besser?!
Diese Art der Phobie dreht sich um die Angst der Verletzung der äußeren Hülle, Kontrollverlust und wie oben bereits erwähnt fehlendes Vertrauen. Die Nadel/Spritze ist doch eigentlich nur das Symbol der Angst.
Du kannst Dich noch so oft mit Spritze, Nadel & Co. beschäftigen, das eigentliche Problem wird das aber nicht lösen. Nochmal: es gibt tausende von Lösungen eine Spritze/Nadel zu umgehen und dennoch nicht auf wichtige Untersuchungen verzichten zu müssen. Einfach mal loslassen, ins Vertrauen gehen und sich klar machen, dass man einen Arzt findet mit dem man gemeinsam eine alternative Lösung findet. Vertrauen aufbauen - zu sich selbst und zu anderen - und irgendwann wird der Punkt kommen an dem der Knoten platzt. Und wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Wen interessiert das schon?
Einfach mal aufhören sich immer mit so negativen Sachen wie einer Angst, die nur in unseren Köpfen existiert (!!) zu beschäftigen. Je mehr man sich mit so etwas beschäftigt, desto mehr Ängste ziehst Du an: "oh nein, was wenn ich jetzt eine Krankheit bekomme oder mich verletzte und die Nadel unumgänglich wird". Irgendwann traust Du Dich vor lauter Ängsten nicht mehr aus dem Haus.
Beschäftigt Euch mit den schönen Dingen des Lebens, macht wozu ihr Lust habt und lasst einfach mal los. Das was man ausstrahlt zieht man auch an.
Liebe Leser, mein Bruder Rolf Limbach der bisher hier geschrieben,ist mittlerweile verstorben! Wir sind unsagbar traurig über diesen Verlust.Sein Blog wird als Erinnerung erhalten!
AntwortenLöschenRuhe in Frieden Rolf...deine Geschwister Heike, Alexandra, Hans-Josef und Frank
Nachruf
AntwortenLöschenLieber Rolf,
vielen, vielen Dank für deine Mühen und deine Hilfe, die auch mir persönlich weitergeholfen hat.
Leider gibt es nicht viele Leidensgenossen, mit denen ich diese Thematik so gut kommunizieren konnte.
Danke dir, dass du auf meine Anfrage reagiert hast, Fleuri hat sich ja tatsächlich daraufhin nocheinmal gemeldet, und sicherlich vielen weitergeholfen, insbesondere mir.
Schade, dass ich diesen Blog und die damit für mich mit großem Leid verbundene Thematik erst jetzt wieder abwickle - ich hätte dir gerne noch zu deinen Lebzeiten von ganzem Herzen gedankt.
Ich danke dir für deinen Blog, einen Teil deines Lebenswerkes, und hoffe, dass er dir gut angerechnet worden ist.
Sowahr wir uns in einer anderen Bewusstseinsebene über den Weg laufen sollten - du hast was gut bei mir, alleine schon für den Hinweis über INJEX - den ich auch dir zur verdanken habe, und der mir sehr viel Last und Angst aus dem Weg geräumt hat.
FLEURI dir ganz vielen Dank für deine Meldung, besonders in Bezug auf "MAD" und auf Dr. Röller, ich werde mich umgehend einlesen.
Mein Beileid an die Familie von Rolf,
Ruhe in Frieden
War gerade erst wieder seit Langem hier auf dem Blog.
AntwortenLöschenMein herzliches Beileid an die Familie von Rolf und viel Kraft!