Sonntag, 13. April 2008

Erstes Posting zum Thema Spritzen-Phobie.

Ein Blog zum Thema Spritzenphobie?

Nun, ich denke das dieses Thema sehr, sehr viele Menschen betrifft. Über die Angst und Furcht die Spritzen auslösen können, wird von vielen Nichtbetroffenen meistens nur gelächelt.

Die Menschen die an einer solchen Spritzen-Phobie leiden, erleben aber zum Teil den blanken Horror !

In meinem persönlichen Fall ist das insbesondere in letzter Zeit so, da ich seit einigen Monaten verstärkt mit Spritzen zu tun habe.
Es geht nicht nur um Spritzen, auch und insbesondere Katheter gehören dazu. Anstatt von Spritzen sollte ich vielleicht besser von Nadeln sprechen.

Ein Ziel dieses Blogs ist es: Alternativen zur gängigen Praxis im medizinischen Umfeld und Strategien zur Angstbewältigung usw. zu erarbeiten.

Über eine Beteiligung von Betroffenen aber auch von Fachleuten würde ich mich sehr freuen!

Kommentare:

  1. Also meine Angst resultierte aus einen Kindheitserlebnis mit einer Penicillin-Spritze (damals dickflüssig ohne Ende), meiner verkrampften Haltung beim Spritzen und einer Ärztin, die mir das Gefühl gab, überhaupt nicht mitfühlend zu sein. Seit dem war es bei mir mit Spritzen aus.

    Um so erschrockener war ich, als ich - fast schon erwachsen - im Urlaub mit einer so heftigen Angina danieder lag, dass ich im Krankenhaus wieder eine solche Spritze bekommen sollte. Mir musste wohl sämtliche Farbe aus dem Gesicht gewichen sein. Der Arzt aber merkte dies und ging da total lieb und fachmännisch drauf ein. (Nicht von wegen: nun haben sie sich mal nicht so). Er gab mir eine Spritze in die Hand zum Betrachten und erklärte mir genau, wann damit was wie funktioniert, dass die Kanüle so schräg ist, damit sie sich nicht in die Haut bohrt, sondern schneidet, denn das tut wesentlich weniger weh. Nicht, dass ich das nicht wusste, aber es war total beruhigend für mich, dass der Arzt mir das erklärte (meine Angst ernst nahm), diese Spritze in der Hand zu halten... und zu betrachten. Ich bekam die Spritze nicht wie als Kind in den Oberschenkel, sondern in den Po.

    Der Arzt erzählte von der Desinfektion an bis zur Hautfalte machen alles, was er tat und er wollte mein Einverständnis, dass er die Spritze jetzt setzen kann. Auch das war ein wichtiger Punkt. ICH bestimmte, wann es losging... konnte also vorher nochmal durchatmen. (Obwohl ich die Spritze wahrscheinlich auch bekommen hätte, wenn ich nicht gesagt hätte, dass er jetzt kann...).

    Diese Spritze hat wirklich nur minimal wehgetan, eigentlich nur dieses dickflüssige Serum, den Piekser an sich habe ich gar nicht mehr in Erinnerung.

    Immer wenn ich jetzt zum Arzt gehe, denke ich an dieses "Erlebnis" (für mich war es die Befreiung von dieser wahnsinnigen Angst) und versuche mich damit zu beruhigen. Es funktioniert auch gut. Ich muss bis heute immer genau hinschauen was passiert und wenn ich aus irgendwelchen Gründen das nicht sehen kann, muss der Arzt mir erläutern, was er macht. Das funktioniert eigentlich sehr gut und ich habe bis jetzt auch noch keinen Arzt kennengelernt, der das nicht macht, wenn man ihn darum bittet.

    Für Leute, die keine Angst haben klingt der Satz "Jetzt wird's kalt und nass... und jetzt piekst es, jetzt drückt es..." usw. vielleicht albern... für mich sind solche Äußerungen aber notwendig, meine Angst im Griff zu haben. Mit diesen Worten bekam ich in den letzten Wochen der Schwangerschaft fast täglich eine Injektion in die Armvene und ich konnte meine Angst richtig ausblenden. OK das komische Gefühl in der Magengegend bleibt... aber ich denke schon, dass das in Ordnung ist.

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  2. Hallo Unbekannte ;-).
    Vielen Dank für diesen sehr ausführlichen Kommentar.
    Das ist mein Ziel mit diesem Blog. Möglichst viele Informationen und Hilfsmöglichkeiten von Betroffenen zu sammeln.

    Leider zögern zu viele Leser, über die Kommentarfunktion Ihre Erfahrungen mitzuteilen. Dafür gab es heute gleich zwei Kommentare, freut mich sehr.

    Danke nochmals und eine schöne und gute Zeit als Mutter.

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  3. Hallo ich bin schon 26 und habe seit der Kindheit eine schreckliche Sprizenphobie!!! bis jetzt hatte ich aber viel Gluck, weil ich keine Spritzen bekommen musste.. bis gestern.. da hatte ich kleinen Unfall und hab mir den Fuss gebrochen und muss jetzt jeden Tag (ein Monat lang)Spritzen bekommen!!!!!!!! :o das ist eine Katastrophe fur mich! ich hatte erst eine Spritze gehabt u. vor der, 2 Studnen lang geweint... weiss nicht, wie uberlebe ich noch die 29 Spritzen! als ich heute nur aufgewacht bin, habe ich gleich an die Spritze gedacht und angefangen wieder zu weinen...:( ich weiss nicht was ich machen soll!!?? hab schon vor der Spritze Melise getrunken und Nerventropfen genommen, scheinte aber nicht zu helfen... die Komentare oben hat mich schon einbischen beruhigt, bei mir ist aber so ein Problem, dass ich auf die Kanuele nicht mal gucken kann....
    ich hab aber jetzt im Internet einbischen recherchiert u. wusste nicht,dass es mehrere Leute gibt, die auch eine Spritzenphobie wie ich haben.. das hat mich auch ein bischen beruhigt.. ich fuehlte mich mit dieser Phobie sehr einsam. jetzt mindestens ist es nicht mehr so!

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  4. Hallo :)
    Habe den Blog via einer Suchmaschine gefunden. Und ich leide auch an dem Problem. Kaum sehe ich eine Nadel geht meine Panik los. Auch heute wieder. Ich hatte einen Termin beim Arzt. Blutentnahme. Ich bin tatsächlich auch hingegangen. Doch als ich die Nadel sah war alles vorbei. Die haben knapp noch 20 Minuten rumprobiert und dann aufgegeben. Habe den natürlich gesagt, dass ich Angst davor habe und die haben auch toll reagiert aber naja, ich konnte mich einfach nicht auf etwas anderes konzentrieren.

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Hallo und vielen Dank das du einen Kommentar schreiben möchtest. Das Spritzenphobie-Blog soll ganz bewusst von den Kommentaren leben und die Informationen zum Thema bereichern.