Dienstag, 13. Mai 2008

Vorbereitungshilfe: Betäubungs-Salbe oder Pflaster

Eine weitere Hilfsmaßnahme um die Angst vor Spritzen abzumildern, wäre der Einsatz einer Salbe zur lokalen Schmerzausschaltung (Lokal-Anästhetikum).
Zur Zeit kenne ich persönlich nur eine Salbe - wird auch als Pflaster angeboten - mit dem Markennamen Emla®.
Anmerkung: Wer noch andere Salben von anderen Herstellern kennt, sollte diese - der Ausgewogenheit wegen - mitteilen.

Die Salbe enthält u.a. die Wirkstoffe Lidocain und Prilocain. Diese Salbe habe ich vor einigen Monaten während meiner 4-monatigen Behandlung (sehr schwere Pankreatitis, Bauchspeicheldrüsen-Entzündung) in der Uni-Klinik Köln ausprobieren können.

Die Salbe soll mindestens 1 Stunde vor einer Blutabnahme, Verlegung eines Katheters oder ähnlichen "Foltermethoden", großflächig und in ausreichender Menge auf die Haut aufgetragen werden. Zusätzlich soll ein beigelegtes Pflaster auf die mit der Salbe vorbehandelte Hautstelle geklebt werden.

Mein persönliches Fazit:

Die Panik vor dem stechen konnte mit der Salbe nicht aufgehoben werden.
Allerdings habe ich im nachhinein feststellen können, das der örtliche Schmerz doch zum Teil erheblich reduziert wurde. Diese Erfahrung kann(!) für eine erneute "Nadel-Behandlung" schon eine vorbeugende und positive (mentale) Auswirkung haben.


Bevor man sich die Salbe besorgt, gilt es auch hier wieder, sich vorher mit seinem Arzt abzusprechen. Unverträglichkeiten der verwendeten Substanzen,reduzierte Wirksamkeit von Impfungen, Hautentzündungen wie z.B. die "atopische Dermatitis" und sonstige mögliche und unbekannte Problemfälle müssen vor dem Einsatz einer solchen Salbe abgeklärt werden!

Kommentare:

  1. Hallo,
    bin durch Zufall auf diese Seite gekommen.Schön mal mehrere Tips auf einmal lesen zu können. Ich habe das mit der Schmerzsalbe bei meinem Sohn der 4 Jahre alt ist schon einige male probiert. Beim Kinderarzt ist er jetzt viel ruhiger, weil der Arzt ihm immer von der geheimen Wundersalbe erzählt hat die magische Kräfte hat.Vieleicht hilft es auch den anderen Müttern, das ihre kleinen damit etwas ruhiger werden und nicht mehr so viel Angst vor einer Impfung haben.

    Gruss Sabine

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  2. Hallo Sabine,

    ich finde es gut, dass gerade die Kinderärzte sich dem Thema Spritzen und Angst, besonders annehmen.

    Vielleicht kann somit eine Spritzenphobie bereits frühzeitig verhindert werden.

    Schönen Tag noch ...

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  3. ich finde dieses Thema sehr interessant,da ich selber unter dieser Phobie leide.Bei mir hilft sehr gut das sogenannte Eisspray. Die Stelle wird betäubt und den Stich bekomm ich garnicht mehr so mit.

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  4. Also ich lasse mir keine Spritze ohne Emla geben. Wenn man die Salbe richtig anwendet ist auch eine Impfung absolut Schmerzfrei. Auch können kleine Hautops (Muttermalentferung) mit Emla durchgeführt werden. 1 Stunde Einwirkzeit ist Minimum, man sollte auch 10 Minuten extra einplanen, da die Haut nach entfernen des Pflasters erst trocknen muß.

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  5. Danke für die weiterführende Information.
    Die richtige Anwendung der Salbe muss wirklich ausdrücklich erwähnt werden, um den größtmöglichen Effekt zu erzielen.

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  6. Hallo zusammen liebe Mitleidende,

    mir ist heute was passiert - also so unsensibel KANN ein Arzt gar nicht sein (dachte ich).
    Ich hatte deinen Termin zur Entfernung 2er Naevi - direkt beim Hautarzt. Ich war bei diesem vorher erst einmal, nämlich an dem Tag, wo er die Naevi sich angeschaut hatte und meinte, die sollten raus "besser in 4 Wochen als in 4 Monaten". Heute war es dann so weit - ca. 8 Wochen später, weil die vorher keinen Termin hatten.
    Ich habe schon seit Sonntag schlecht geschlafen, die letzte Nacht fast gar nicht vor Panik. Dabei habe ich mich selbst gefragt "wie man sich so anstellen kann", aber egal was ich tat, bei dem Gedanken an den Termin liefen mir die Tränen, ohne, dass ich es verhindern konnte.
    Ein Kumpel brachte mich hin heute früh um 8. Ich war irgendwie auch froh, dass es um 9 wohl wieder vorbei sein würde. Bereits vorher war ich total verheult, brauchte mein Asthma-Spray. Die "Mädels" berichteten dem Arzt wohl auch davon. Ich war inzwischen soweit vorbereitet. Er kam rein, sagte nichtmal "Guten Morgen", faselte was, dass wenn ich solche Angst habe man das eben nicht machen kann, dann müsste ich ein Mittel vorher nehmen oder eine Vollnarkose bekommen. Und er wollte sich nicht den Start in den Tag versauen lassen. Ich ihn dann dazu überredet, dass wir doch Eisspray oder sowas draufmachen können. Auf Eisbeutel konnte er sich verständigen. Der kam prompt, lag auf meinem Bein. Dann sagte ich ihm - auf anraten eines befreundeten Arztes (der leider "nur" bei der Bundeswehr schnippeln darf - und 5 Jahre warten wollte ich nicht), dass es bei Zahnärzten immer länger dauert mit der Betäubung bei mir und dass der Zahnarzt auch meist nachspritzen muss.
    Da pampt mich der Arzt an, dass hätte ich ihm doch beim OP-Vorgespräch sagen müssen, blabla. Der Witz: ich hatte nur den einen Termin, und mehr, als gesagt "das muss raus" und mir aufzumalen, wie er schneidet, hat der damals nicht. Über die Betäubung haben wir gar nicht gesprochen! Als ich das erwiderte meinte er: gut, okay, dann brechen wir das ab - ich werde sie NICHT operieren.
    Ich war völlig fertig, die ganze Aufregung, noch kein Frühstück, alles umsonst und nochmal - das war echt der Hammer. Er hat mir eine Überweisung zum Chirurgen gegeben mit den entsprechenden Hinweisen. Mit dem hatte ich dann heute noch ein Gespräch. Von vorher vereisen hält der bei Erwachsenen auch nichts, nur bei Kindern. Ich meinte, dann solle er so tun, als sei ich eins. Naja - aber ich glaube, mit dem klappt das besser. So ganz ernst nimmt mich der auch nicht :-/

    Eine Therapie werde ich auf jeden Fall mal anpeilen. Hilft mir jedoch wohl für den nächsten Anlauf in 3 Wochen auch nichts.

    Kann mir jemand sagen, ob ich das mit den Pflastern auch einfach so selbst machen kann vorher? Wenn der Arzt schon nicht und so...

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  7. Hallo
    Ich habe ebenfalls panische Angst vor Nadeln. Aber komischerweise nur beim Blut abnehmen. Ich hatte als Kind Krebs und unendlich viele Infusionen. Irgendwie hab ich davon nen Knacks behalten.
    Ich strebe demnächst eine Therapie bei einem Spezialisten an. ich glaube, auf lange Sicht ist das das einzige, was hilft.
    Viele Grüße

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